Public Interest Tech

Wir wollen Public Interest-Technologien eine Bühne schaffen und zivilgesellschaftliche Interessen realisieren. Deshalb fördern wir kreative Lösungsideen für große Herausforderungen, die digital-soziale Innovation greifbar machen.

Bessere Technologie für Alle: Wir stellen den Ort und die Mittel bereit, um innovative Software-Prototypen mit einem Nutzen für die Gesellschaft umzusetzen. Insbesondere für freie Entwickler*innen und interdisziplinäre Teams, die vorher durch staatliche Förderinstrumente noch nicht berücksichtigt wurden.

Viele Entwickler*innen bringen bereits ihre Kompetenzen für das Gemeinwohl ein und nehmen aktiv systemisch, interdisziplinär und “bottom up” an Innovationsprozessen teil, um Anwendungen zu schaffen, die die Bedürfnisse der Nutzer*innen in den Mittelpunkt stellen und frei verfügbar sind. Sie agieren mit einem Verständnis für die ethischen, rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des technologischen Wandels. Das Ergebnis sind adaptierbare Werkzeuge und offene Infrastruktur.

Das Anpassen und Verbessern von Technologie hat bei uns Prinzip. Nutzer*innen sind nicht nur Konsument*innen von Software sondern oft auch Expert*innen. Sie haben wertvolle Ideen, aber bisher noch keinen ausreichenden Zugang zu den Ressourcen und Prozessen, die nötig sind, um diese in konkrete Anwendungen zu überführen oder Innovationen für sich nutzbar zu machen.

Wir wollen nachhaltige Technologieentwicklung und öffentliche Förderpolitik (noch) näher zusammenbringen – und den Nährboden bilden, um aus der Gesellschaft heraus einen aufgeklärten und selbstbestimmten Umgang mit Technologien zu finden.

Die Projekte des Prototype Fund sollen ein Beitrag zu den Commons sein. Über das konsequente Verfolgen von offenen Ansätzen („Public Money, Public Code!“) und die Verwendung von offenen Lizenzen erreichen wir eine breite Zielgruppe über die direkt Geförderten hinaus. Mit der Veröffentlichung des Quellcodes zum Projektabschluss können Andere mit den entstandenen Prototypen weiter arbeiten, sie prüfen und ausbauen. Denn selbst die überzeugendste Innovation ist wertlos ohne Instandhaltung – und es gibt keine Anwendung, die für jede Herausforderung passt.

Im Rahmen der Begleitforschung beobachten wir deshalb technologische und gesellschaftliche Trends sowie die“soziale Entwicklungsumgebung“ von Coder*innen und interdisziplinären Teams. Durch das Beschreiben ihrer kreativen und kooperativen Arbeitspraxen wollen wir dazu beitragen, dass das Erfahrungswissen aus der Zivilgesellschaft noch stärker wahrgenommen und in Innovationsprozesse einbezogen wird.