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tale:net

Andreas Baldeau , Henry Bubert , Torben Spieker , Kathia von Roth , Sascha Wollin  

Welches Problem willst Du mit Deinem Projekt lösen?

Eine starke Zivilgesellschaft basiert auf der Arbeit einzelner, die zusammen über sich hinauswachsen. Dabei bilden sich oft Gruppen, die sich durch ähnliche Mind- und Skillsets beteiligter Individuen auszeichnen. Diese “Skillbubbles” führen dazu, dass Ideen unumsetzbar scheinen, weil bestimmte Fähigkeiten fehlen oder zu einem bestehenden Tatendrang kein sinnvolles Tätigkeitsfeld gefunden wird. Wissen, Visionen und wertvolle Fähigkeiten, die abseits von marktgetriebenen Wertschöpfungsketten entstehen, können so keine Wirkung entfalten. Wir sehen einen konkreten Mangel an Strukturen für community-übergreifenden Austausch von Ideen und benötigten Fähigkeiten.

Wie löst Dein Projekt das Problem?

Als TALEnet-User*in habe ich einen Account, in dem ich meine Fähigkeiten benenne, und die Möglichkeit, Ideen einzutragen und diese mit benötigten Fähigkeiten zu taggen. Die Mechanik von TALEnet besteht darin, eingetragene Ideen mit Fähigkeiten zu matchen. Durch Formulieren meiner Fähigkeiten beeinflusse ich, welche Ideen ich sehe und erfahre wo meine Fähigkeiten gebraucht werden. Das Stöbern in den Ideen erweitert meinen Horizont, während die Struktur von TALEnet mich animiert, unabhängig von meinen Fähigkeiten visionär zu denken und meine Ideen zu teilen. Spricht mich eine Idee an, verknüpfe ich mich mit dem Eintrag und kann in der Kommentarfunktion die Umsetzung im Team planen.

An wen richtet sich Dein Tool?

Im Rahmen des Prototype Funds soll eine Beta-Version entstehen mit der wir im ersten Schritt gesellschaftspolitisch Aktive in den Bereichen Kunst und Kultur, Selbstorganisation, Hacking und Making ansprechen. In diesen Bereichen ist das Bewustsein für die Fähigkeiten der jeweils anderen und der Bedarf nach community-übergreifender Kollaboration bereits besonders hoch. Langfristig soll TALEnet die Möglichkeiten interdisziplinärer Kollaboration sichtbar machen und so Personen ansprechen, die noch nicht in vergleichbaren Szenen aktiv sind. Ziel ist eine selbstbestimmte zivilgesellschaftliche Vernetzung, die kollektives Schaffen und gestalterische Teilhabe jenseits gewinnorientierter Strukturen des ersten Arbeitsmarktes ermöglicht.

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