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Search and Rescue Application

Joshua Krüger , Nicolas Zemke , Hendrik Simon  

Welches Problem willst Du mit Deinem Projekt lösen?

Die zivile Rettungsflotte im Mittelmeer hat bereits viele Tausend Flüchtende aus Seenot gerettet und ist seither rasant gewachsen. Die Kommunikation zwischen den Schiffen, der Rettungsleitstelle (MRCC), Alarmphone usw. ist jedoch schwer zu koordinieren. In vielen Situationen geht der Überblick verloren: Wo sind anderen NGO-Schiffe? Finden Rettungseinsätze statt? Wer ist an einer Rettung beteiligt? Welcher Fall hat höchste Priorität? Dies kann Menschenleben kosten. Auch die Dokumentation der Einsätze wird bislang nicht koordiniert. Dabei gehen wichtige Informationen verloren, die dringend benötigt werden, etwa um Familien zu vereinen, die während einer SAR-Operation getrennt wurden.

Wie löst Dein Projekt das Problem?

Die Search and Rescue Software soll alle relevanten Daten zur gemeinsamen Rettung innerhalb der zivilen SAR-Flotte und weiteren Einsatz-relevanten Akteuren teilen und den Crews direkt auf der Brücke zur Verfügung stellen.

1. Eine Kartenansicht gibt allen Akteuren einen Überblick über die Gesamtsituation. Auf ihr werden alle Positionen der SAR-Schiffe, sowie gemeldete Fälle abgebildet. Es kann leichter beurteilt werden, wo Unterstützung benötigt wird. Zusätzliche Daten, wie Geschwindigkeiten und Kapazitäten der einzelnen Rettungsschiffe bieten Werkzeuge, um entscheiden zu können, wer in der akuten Situation am besten helfen kann.
2. In der Fall-Ansicht werden die aktuellen Seenotfälle in einer Übersicht angezeigt und mit einer Case ID sowie anklickbaren Detailinformationen versehen. Das betrifft bspw. Bootstyp, Personenzahl, beteiligte Retter, etc. Wird ein Fall abgeschlossen, erstellt die App automatisch einen Einsatzbericht, der an alle Beteiligten gesendet wird. Vergangene Fälle werden archiviert.
3. Die Chat & Log-Kombination bietet eine schnelle Möglichkeit zur Kommunikation und Dokumentation. Neue Eintragungen und Aktualisierungen werden so den Nutzern transparent dargestellt.

An wen richtet sich Dein Tool?

Die Zielgruppe der Software sind in erster Linie zivile Rettungsorganisationen wie Sea-Watch, Jugend Rettet oder SOS Méditerranée, aber auch weitere Akteure bei der Rettung im zentralen Mittelmeer, wie die offizielle Rettungsleitstelle (MRCC) in Rom. Profitieren werden von der Applikationen Flüchtende und die Einsatzkräfte, die durch eine effektivere Koordination der Einsätze mehr Leben retten und z.B. wenn es bei einem medizinischen Notfall um jede Minute geht. Gleichzeitig sollen die gesammelten statistischen Daten wie Positions- und Rettungsdaten der Wissenschaft und Journalist*innen zu Verfügung gestellt werden.

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