Projektstatus: In Arbeit

Rightwatching

Wir helfen dabei, rechte Gewalttaten auszuwerten.

Christoph Trost
#Runde8  #Anwendungen  #Bildung/Aufklärung 

Welches Problem willst du mit deinem Projekt lösen?

In den letzten Jahren stieg die Anzahl rechter Gewaltvorfälle in Deutschland und der Schweiz stetig an. Akteur*innen, die für Opfer rechter Gewalt arbeiten, sind oft allein gelassen bei der Erfassung von Vorfallsdaten und ausgelastet mit der direkten Hilfe für Betroffene. Das öffentliche Interesse am Thema wächst, doch das Wo, Wie, Wann und Von Wem kann noch zu selten beantwortet werden. Informationen bleiben unentdeckt und Daten werden nicht ausgeschöpft, weil die entsprechenden Akteur*innen selten Zugang zu Business Intelligence Lösungen haben und kaum Standards dafür definiert sind.

Wir wollen Akteur*innen helfen, die Zahlen, Fakten und Grafiken zu liefern, um dieses Problem höher auf der Tagesordnung anzusetzen.

Wie löst dein Projekt das Problem?

Rightwatching wird ein Analyse-Programm in R entwickeln, das Daten reproduzierbar aufbereitet und in einem handlungsorientierten Format den Akteur*innen zur Verfügung stellt. Dabei behalten diese ihre Datenhoheit, benötigen wenig technische Expertise und können selbst wertvolle Erkenntnisse aus ihren eigenen Daten gewinnen. Je nach Use Case kann die Analyse der Daten auf einem Shiny Server oder lokal erfolgen.

An wen richtet sich dein Tool?

Zuerst an Akteur*innen, die bereits rechte Gewaltvorfälle erfassen. Sie können unser Tool nutzen, um ihre Vorfallsdaten zu sammeln und maßgeschneiderte Visualisierungen und Dashboards zu kreieren. Insbesondere kleinere Organisationen können dadurch selbständiger arbeiten und müssen nicht etwa auf Berichte von Dachverbänden oder externen Berater*innen warten.

Langfristig dient die Software dazu, Anderen den Wert solcher Vorfallsdaten aufzuzeigen, um ein großflächiges Monitoring anzustoßen und die Zusammenarbeit in diesem Bereich zu vereinfachen. Für die breite Öffentlichkeit, Bildungseinrichtungen und Entscheidungsträger*innen soll sich somit ein genaueres Bild rechter Gewalt ergeben. Von einer einheitlichen Datenerfassung profitieren zudem Datenjournalist*innen.