Open Metro Maps

Sebastian Kürten  

Welches Problem willst Du mit Deinem Projekt lösen?

Schematische Darstellungen von ÖPNV-Netzen, wie z.B. der Berliner S+U-Netzplan der BVG, sind in Großstädten essentiell zur Orientierung und Navigation. Herausgegeben werden diese Karten in der Regel vom lokalen Netzbetreiber und unterliegen dessen Copyright. Das schränkt die kreative Nutzung des bestehenden Materials ein, denn zur Nutzung können Lizenzgebühren anfallen und die Nutzungbedingungen fordern in der Regel, dass eine unveränderte Darstellung erfolgt. Meist sind die Karten lediglich als PDF-Dokument verfügbar, was die Verflechtung mit interaktiven Elementen erschwert, da relevante Metainformation zu Stationen und Linien in diesem Dateiformat nicht vorhanden sind.

Wie löst Dein Projekt das Problem?

Ziel ist es, den Menschen in den Städten die Möglichkeit zu geben ihr eigenes, frei verwendbares Kartenmaterial zum ÖPNV herzustellen. Als erste Datengrundlage kann hier die OpenStreetMap herangezogen werden, da Stationen mit Namen und deren Verbindung mit Verkehrslinien bereits erfasst sind. Automatisch erzeugen lassen sich schematische Darstellung zufriedenstellender ästhetischer und praktischer Qualität daraus nach aktuellem Forschungsstand jedoch nicht. Generierte Pläne können aber als Grundlage genutzt werden, um darauf aufbauend hochwertiges Material herzustellen. Die hierzu notwendigen Werkzeuge sollen im Rahmen dieses Projekts entwickelt und exemplarisch benutzt werden um einen freien Netzplan für Berlin zu erstellen.

An wen richtet sich Dein Tool?

Zunächst Freiwillige, die einen Sinn darin sehen, freie Daten über Infrastruktur zu erfassen, ähnlich wie Nutzer der Wikipedia und der OpenStreetMap es bereits tun. Darauf aufbauend sollen nicht nur freie Äquivalente zu den Plänen der Verkehrsverbünde hergestellt werden, sondern den Leuten sollen Werkzeuge an die Hand gegeben werden um – ohne viel technisches Know-How – kreative, neue Inhalte bereitstellen zu können, von denen letztlich die Millionen Fahrgäste profitieren. Hersteller von Routing-Apps wie Öffi könnten die Pläne nutzen, um Routenverläufe im Netzplan darzustellen. Es könnten aber auch Pläne entstehen, die z.B. auf barrierefreie Nutzung zugeschnitten sind.

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