Multimodale Routing Engine für Rollstuhlfahrer und Fahrradlogistiker

Johannes Lötzsch , Sebastian Tilsch , Neda Sultova , Joerg Zeltner , Christiane Lisa Iden  

Welche gesellschaftliche Herausforderung wird mit eurem Prototypen adressiert?

Die Community um OpenStreetMap und Wheelmap pflegt eine umfangreiche Sammlung freier Daten über Barrierefreiheit, die für Rollstuhlfahrer und Lastenräder sehr nützlich sind.
Das Projekt entwickelt nun eine Routing-Engine, die Navigation für kombinierte Nutzung von nichtmotorisiertem Individualverkehr und öffentlichen Verkehrsmitteln unterstützt.
Durch geeignete freie Software wollen wir alternative Innenstadtlogistikkonzepte unterstützen.
Damit körperlich eingeschränkte Menschen effizient und selbstständig am Verkehr teilnehmen können, bemüht sich die multimodale Routing Engine, alle relevanten Informationen (z.B. Wegbeschaffenheit, Hindernisse, nicht funktionierende Fahrstühle, Ausfälle/Umleitungen im ÖPNV) zu berücksichtigen.
Die Berücksichtigung von Barrierefreiheit und der Bedarf an individuelleren Routingprofilen besteht übrigens auch für Kinderwägen!

Wie geht ihr das Problem an?

Indem aus den Datensätzen mehrere alternative Routen vorgeschlagen und relevante Unterschiede ansprechend visualisiert werden, wird dazu beigetragen, dass selbstbestimmte, informierte Entscheidungen getroffen werden können. Individuelle Bedürfnisse von Fahrer und Fahrzeug sollen gleichermaßen flexibel und nutzerfreundlich angepasst werden können.

An wen richtet sich euer Tool?

Die wichtigsten Zielgruppen sind Eltern und RollstuhlfahrerInnen. Aus bestehenden Projekten existieren außerdem Beziehungen zu vielen regionalen Fahrradkurieren. Mittelbar will das Projekt zum besseren Verständnis von Emissionseinsparungen von Fahrradlogistikern im Vergleich zu motorisierten Kurieren beitragen.

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