Mietenwatch

Jakob Simmer  

Welches Problem willst Du mit Deinem Projekt lösen?

Rund 47 % der Personen in Deutschland wohnen zur Miete. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich an der Spitze. In Zeiten von knappem Wohnraum und steigenden Mietpreisen in zahlreichen Ballungszentren wird die Wohnfrage für ganze Bevölkerungsschichten zu einem existentiellen Problem. Nur langsam werden die Entwicklungen von politischen Entscheidungsträger*innen wahrgenommen. Zwar liegen detaillierte Zahlen über die Entwicklungen des Markts vor, abstrakte Statistiken vermögen es jedoch nicht, die Tendenz in ihrer Schwere und Umfassendheit zu vermitteln. Es besteht eine Diskrepanz zwischen öffentlichkeitswirksamen Skandalen und der Tiefe wissenschaftlicher Auseinandersetzungen.

Wie löst Dein Projekt das Problem?

Momentan fehlen in diesem Bereich Datensätze, die die Entwicklungen bis auf Angebotsebene abbilden. Die beunruhigenden Entwicklungen am Mietmarkt werden kontinuierlich in der Medienberichterstattung thematisiert. Dabei stehen oftmals einzelne, besonders krasse Fallbeispiele für eine Gesamttendenz, was aber kein korrektes Gesamtbild ermöglicht. Das Projekt wird die öffentlich zugänglichen Daten vom Immobilienplattformen scrapen und auswerten, so dass neue Erkenntnisse über die Wohnsituation gewonnen werden. Nutzer*innen können sich ein detailliertes Bild der Mietentwicklungen und zahlreicher anderer Indikatoren des Mietmarkts basierend auf geographischen und zeitlichen Filtern machen. Dabei liefert Mietenwatch nicht nur Einblick in eine bereits bekannte Tendenz, sondern bietet auch neue Formen der Datenauswertung und -aufbereitung.

An wen richtet sich Dein Tool?

Breite Öffentlichkeit, Mietinitiativen, politische Akteure

Logo: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Logo: Open Knowledge Foundation Deutschland