Project status: In Arbeit

Klinik-DB

Wir sind die offene, maschinenlesbare Krankenhausdatenbank.

Ulf Köther, Malte Schubert, Steven Rentzsch, Philipp Molitor
#Round9  #API  #Transparenz 
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Welche gesellschaftliche Herausforderung adressiert euer Prototyp?

Obwohl politische Entscheidungen über die Kliniklandschaft wichtige gesellschaftliche Effekte haben, sind verfügbare Daten oft unvollständig, wenig strukturiert, selten maschinenlesbar – und häufig trotzdem sehr teuer. So sind z. B. Qualitätsberichte der Kliniken für die Allgemeinheit nur in aggregierter Form (z. B. über Destatis) maschinenlesbar verfügbar. Klinikspezifische Daten (z. B. Weiße Liste) sind nicht maschinenlesbar und bilden jeweils nur das aktuelle Jahr ab. Für eigene Analysen müssen Daten beispielsweise als XML-Datei vom Gemeinsamen Bundesausschuss bezogen und aufwändig aufbereitet werden. Um vielen Nutzer:innen eine transparente Datenbasis bereitzustellen, wird dringend eine offene, maschinenlesbare Klinikdatenbank benötigt.

Wie geht ihr das Problem an?

Das Ziel von Klinik-DB ist es, gesellschaftlich relevante Informationen zur deutschen Kliniklandschaft in maschinenlesbarer, strukturierter & nutzer:innenfreundlicher Form aufzubereiten. Dazu werden sämtliche Klinik-Qualitätsberichte systematisch bereinigt, durch weitere Daten ergänzt sowie unter anderem über eine REST-API frei verfügbar gemacht. Zusätzlich werden Docker-Images bereitgestellt, um die Daten in vorgefertigten Data-Science-Umgebungen inkl. Beispielanalysen lokal nutzen zu können.

So können Nutzer:innen erstmals ohne Rechercheaufwand umfassende Analysen der Kliniklandschaft durchführen oder in eigenen Anwendungen datenbasierte Qualitätsvergleiche gesetzlicher Kliniken nutzen.

An wen richtet sich euer Tool?

Die freie Klinik-DB ist sowohl für Fachpublikum aus dem Gesundheitswesen als auch für interessierte Menschen aus der Bevölkerung relevant. Für Einzelpersonen sind hauptsächlich die exemplarischen Analysen interessant.

Durch den freien Zugang zu den maschinenlesbaren Rohdaten sehen wir darüber hinaus eine sehr hohe Reichweite bei Journalist:innen, Recherchenetzwerken, Behörden, Institutionen sowie bei NGOs, die z. B. aufwändige Rechercheaufgaben im Gesundheitswesen mithilfe einer vollständigen Datenbasis schnell und hochwertig durchführen können.