Project status: In Arbeit

Genderly

Wir vereinfachen gendern im geschriebenen Text.

Karl Engelhardt, Charlotte Friedrich, Felix Kattner, Philipp Müller
#Round10  #Diversität/Inklusion  #KI/ML 

Welche gesellschaftliche Herausforderung adressiert euer Prototyp?

Wer bei Kreationen wie “Gäst*innen” die Stirn runzelt, kennt das Problem: Die deutsche Sprache macht das genderneutrale Sprechen und Schreiben in vielen Fällen gar nicht so einfach. Dennoch legen immer mehr Menschen Wert auf geschlechtergerechte Sprache. Aber welche Wörter kann man gendern? Und was, wenn trotz guter Absichten noch schlichtweg die Übung fehlt, um Texte konsistent zu gendern, sodass sich immer wieder Fehler einschleichen?

Genderly setzt genau an dieser Stelle an. Der Wunsch nach einer inklusiven Ausdrucksweise rückt immer mehr in den Mittelpunkt sowohl öffentlicher als auch privater Textgestaltung. Um Nutzer*innen bei den typischen linguistischen Probleme zu helfen, die sich im Zuge dessen ergeben („Arztgehälter oder Ärzt*innengehälter?“), bieten wir eine einfache und benutzer*innenfreundliche Softwarelösung, die im Gegensatz zu traditionellen, präskriptiven Nachschlagewerken tatsächlich die Sprache so abbildet, wie sie von Textschaffenden benutzt wird.

Wie geht ihr das Problem an?

Über ein leicht zu bedienendes Webinterface ermöglichen wir den User*innen, schnell und unkompliziert genderbare Begriffe in ihren Texten zu identifizieren. Die Besonderheit an Genderly besteht darin, dass sich hinter der übersichtlichen Fassade ein Machine-Learning-Modell verbirgt, das mithilfe tausender journalistischer Beiträge auf die Erkennung dieser Begriffe trainiert wurde. Mit späteren Versionen stellen wir außerdem die Möglichkeit in Aussicht, die erkannten Begriffe direkt in ihre gegenderte Form umzuwandeln.

Wir nutzen Pyhton und für die NLP-Tasks, insbesondere das Training eines Taggers,  das flairNLPFramework. Für das Webinterface werden wir React einsetzen und insbesondere die EditorJS-Library nutzen.

An wen richtet sich euer Tool?

Genderly richtet sich prinzipiell an alle, die sich geschlechtergerecht ausdrücken wollen und damit bisweilen gerade in geschriebener Form Probleme haben. Dazu zählen Mitarbeiter*innen von Unternehmen, Verlagen u. A., aber auch Selbstständige und Privatpersonen.