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Emissions – API

Timo Brockmeier , Tina J. Rosemann , Hendrik Kerssen , Lars Kiesow , Sven Haardieck , Simon Kerssen  

Welche gesellschaftliche Herausforderung adressiert euer Prototyp?

Politische Instrumente zur Umsetzung von Klimazielen sind in ihrer Effektivität bisher nur für einen sehr kleinen Personenkreis mit spezialisiertem Know-How überprüfbar. Dementsprechend bleibt die öffentliche Diskussion für viele Menschen abstrakt und schwer greifbar.
Durch einen einfachen Zugang zu Emissiondaten wird einem breiterem Publikum die Möglichkeit geschaffen, sich eine durch Fakten gestützte Meinung zu bilden. Zum Beispiel könnte man die Effektivität von Umweltvorschriften – wie Dieselfahrverbote in Innenstädten oder neue Schwefelgrenzwerte in der Schiffahrt – durch einen Vorher/Nacher-Vergleich auf einer Landkarte bewerten um dadurch Argumente mit Daten zu überprüfen.

Emissions API ist eine Lösung, die Nutzern einen niederschwelligen Zugang zu Emissionsdaten von klimarelevanten Gasen ermöglicht. Dazu werden die Daten des Sentinel-5/5P Erdbeobachtungssatelliten des Copernicus Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA so aufbereitet, dass diese nicht nur für Forscher und Akademiker interpretierbar sind. Das Projekt schafft zu diesem Zweck eine Schnitstelle, die es erlaubt die frei zugänglichen Daten einfacher für Visualisierungen und Analysen zu verwenden. Ein Anwnedungsbeispiel ist die Darstellung von Unterschieden in der Emissionsintensität von Schwefeldioxid zwischen frei wählbaren Zeiträumen

Wie geht ihr das Problem an?

Kern des Projekts ist eine neue API, über die die aufbereiteten Daten abgefragt werden können. Dazu wird ein Cloud-Dienst entwickelt der auf der einen Seite die frei zugänglichen Daten des Sentinel-5P abfragt, sie aggregiert, in einem Cache speichert und auf Nutzerseite über die API wieder zur Verfügung stellt.
Ein großer Teil der Entwicklung fließt in das Datenmodell zur Verarbeitung der Satellitendaten, sowie die Cloud-Infrastruktur.
Dabei liegt ein Fokus auf der nachhaltigen Wiederverwendbarkeit, sodass man den Dienst bei verschiedenen Cloud Computing–Anbietern laufen lassen kann. Ein weiterer essentieller Teil ist die Entwicklung der Algorithmen zur Aggregierung und Aufbereitung der Daten: die entstehende API soll einfach in bestehende Visualisierungslösungen wie Google Maps oder OpenStreetMap integrierbar sein. Unser Projekt steht in Kontakt zu luftdaten.info um auch hier mögliche Synergien zu nutzen.

An wen richtet sich euer Tool?

Primäre Zielgruppe des Projekts sind Entwickler, die eigene Dienste basierend auf den Emissionsdaten des Copernicusprogramms entwickeln möchten, denen die Einstiegshürde aber zu hoch ist. Zum Anderen, soll die Beispiel-App auch einem breiteren Publikum Einblicke in die Sentinel-5 Daten ermögliche

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