Das eigene Webarchiv

Worum geht es in deinem Projekt?

Das eigene Webarchiv ermöglicht es Menschen, Webseiten auf dem eigenen Rechner zu speichern. So bleiben Informationen zugänglich und nachvollziehbar, auch wenn Seiten vom Netz genommen, verändert oder blockiert werden.

Warum ist das wichtig?

Das Web ist instabil und vergesslich. Jede Website wird von einem einzigen Provider bereitgestellt. Wenn dieser aufhört, den Zugang anzubieten, oder die Inhalte ersetzt, hat niemand eine Kopie der Seite. Wenn eine Webseite verändert wird, können Nutzer*innen die Änderungen nicht nachvollziehen und auch nicht mehr zu der früheren Version verlinken.

Dieses instabile Design beeinträchtigt das Web als verlässliche Wissensquelle und macht Bürger*innen abhängig von kontinuierlichem Zugang und Wohlwollen der Anbieter.

Projekte wie das Internet Archive haben einen großen Schritt getan, um diesem Problem zu begegnen. Sie crawlen, archivieren und hosten Webseiten. Allerdings sind diese Projekte wiederum zentralisiert.

Wie funktioniert das genau?

Das eigene Webarchiv ist eine Browser-Erweiterung, mit der Nutzer*innen besuchte Seiten aus dem weltweiten Web speichern können. Sie können auch Notizen und Weblinks erstellen und teilen, und so ein persönliches Web gestalten und dieses, wenn sie möchten, auch wieder mit dem weltweiten Web teilen.

Menschen können die gespeicherten Seiten erneut besuchen, ohne getrackt zu werden, auf einen Provider vertrauen zu müssen, oder überhaupt eine Internetverbindung zu haben. Es ist möglich, eine Seite zu sehen, selbst wenn diese mittlerweile blockiert oder gelöscht ist. Nutzer*innen können sehen, ob und wie eine Seite verändert worden ist.

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