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Modus “Datenanalyst” für die openSenseMap

Welche gesellschaftliche Herausforderung wird mit deinem Prototypen adressiert?

Für das Verständnis unserer Umwelt in der Zeit der Klimakrise sind Daten eine wichtige Grundlage, um Ursache und Auswirkungen von Phänomenen diskutieren zu können.
Die openSenseMap ist eine der größten Plattformen für offene Sensordaten. Bürger veröffentlichen dort minütlich Daten über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Feinstaub, Stickoxide, Beleuchtungsstärke und viele Umwelt-Marker mehr. Mit ihren Daten wird schon heute Politik zu Umwelt-Themen gemacht.
Die Anwendung hilft dabei, Schüler und Studenten für künftige Herausforderungen zu sensibilisieren und regt dazu an, eigene Ansätze zu entwickeln.
Neben der Datenspeicherung gibt es in der Sensemap für jeden die Möglichkeit, kleine Graphen zu visualisieren und Interpolationen darzustellen. Im Rahmen der Förderung soll auf der Plattform ein Zusatzmodus entwickelt werden, der solche Funktionalitäten verstärkt. Mit dem Modus „Datenanalyst“ soll jede/r Einzelne die Möglichkeit haben, einfach Analysen durchzuführen, Daten miteinander in Verhältnis zu setzen, zu vergleichen und direkt im Browser zu visualisieren.
Dadurch wird für jede/n die Möglichkeit geschaffen die Daten zu erkunden und zu analysieren.

Wie geht ihr das Problem an?

Alle Daten werden über die offene openSenseMap API bereitgestellt.
Um den Webserver nicht zu überlasten, muss das Datenmodell der openSenseMap angepasst werden, um z.B. eine Speicherung von Tagesmittelwerten zu ermöglichen.
Interessant wird insbesondere die Entwicklung und Anwendung von Algorithmen zur Datenverarbeitung und Bereinigung. Hier werden u.a. statistische Methoden entwickelt werden, um z.B. Messfehler zu korrigieren. Ein Beispiel hierfür ist die Korrektur der Feinstaubwerte des häufig genutzten SDS011 Sensors bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Der Großteil der Arbeitszeit wird in die Entwicklung einer interaktiven Webseite fließen: Das Frontend wird auf Grundlage von Angular implementiert und ansprechend designed. Für die Kartenanwendung wird der Service von Mapbox GL JS genutzt werden um die Daten darzustellen und räumliche Bezüge zu visualisieren. Mapbox GL JS ermöglicht außerdem eindrucksvolle 3D Visualisierungen. Die geplanten interaktiven Graphen werden mit d3.js umgesetzt.
Dieses Set-up ermöglicht die Darstellung von großen Datenmengen in allen modernen Browsern und auf allen Endgeräten.

An wen richtet sich euer Tool?

Zielgruppe des Tools sind Bürger und Bildungseinrichtungen, die sich mit Umweltdaten beschäftigen. Eine Umfrage unter NutzerInnen der openSenseMap ergab, dass sich viele bessere Analyse- und Darstellungsmöglichkeiten wünschen.
Gruppen, die nicht über statistische und datenwissenschaftliche Kenntnisse verfügen, will ich die Möglichkeit geben über die Messdaten ihre eigenen Forschungsfragen zu beantworten.
Bisher sind Interessierte für Analysen auf weitere Software, wie z.B. R oder Excel angewiesen. Um sich jedoch einfach und schnell über ein Thema anhand von Daten zu informieren, würde in Zukunft der Modus „Datenanalyst“ ausreichen.

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