JETZT BEWERBEN

FAQ

Der Prototype Fund ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das von der Open Knowledge Foundation Deutschland betreut und ausgewertet wird.
Hier haben wir für Euch alle wichtigen Fragen beantwortet und zusammengefasst.

Die Grundlagen

Wer kann sich bewerben?

    • Deine Idee ist ein Software-Projekt (oder basiert zumindest zu großen Teilen auf Software – Hardware-Projekte sind nicht förderfähig). ✓
    • Du bist volljährig.
    • Du hast Deinen Wohnsitz in Deutschland, verfügst bei Projektbeginn über eine Steuernummer als Selbständige/r* (oder bist für die Zeit der Projektförderung {anteilig} von deinem Arbeitgeber freigestellt) und zahlst Deine Steuern hier. ✓
    • Dein Projekt wird unter einer Open-Source-Lizenz publiziert. Der Code ist öffentlich zugänglich, z. B. via GitHub oder Bitbucket-Repository. ✓

*Teams müssen sich für die Förderphase zu einer GbR zusammenschließen, siehe unten.

Was bietet der Prototype Fund?

    • Eine Förderung mit bis zu 47.500€ über 6 Monate*
    • Unterstützung durch Mentor*innen und Coaching durch User-Centered-Design-Experten*innen
    • Outreach für Dein Projekt über unsere Kanäle

Neben dem finanziellen Support steht der Aufbau eines Netzwerks für uns im Vordergrund. Während der Umsetzungsphase vernetzen wir Teams und Teilnehmer*innen mit weiteren Geldgeber*innen, potentiellen Partner*innen und Förderprogrammen. Nachhaltigkeit ist uns wichtig – unser Ziel ist es, Teilnehmer*innen so gut wie möglich bei der Weiterführung ihrer Projekte unterstützen.

*Diese Summe gilt ab der dritten Bewerbungsrunde

Welche technologischen Schwerpunkte werden gefördert?

  • Civic Tech: Digitale Tools für Bürger*innen, z. B.
    • Neue Modelle und Anwendungen zur Erzeugung, zum Teilen und zur Nutzung von (offenen) Daten
    • Datenvisualisierung und Storytelling
    • Transparenz und Bürgerbeteiligung
  • Data Literacy: Anwendungen rund um die Nutzung und Analyse von (offenen) Daten; Förderung eines aufgeklärten Umgangs mit Daten.
  • Datensicherheit: Werkzeuge mit Fokus auf Privatsphäre, sichere Kommunikation/Datenübertragung und Datensparsamkeit.
  • Softwareinfrastruktur: Software und Tools, die den Betrieb der oben genannten Projekte ermöglichen und vereinfachen.

Der Themenfokus der 8. Runde

Für die 8. Runde haben wir – wie in der allerersten Förderrunde 2016 – keinen zusätzlichen Themenschwerpunkt gewählt. Die Bewerbungsphase endet am 31. März 2020.

Wie aufwändig ist der Bewerbungsprozess?

Nicht aufwändig – aber pointiert. Du musst lediglich acht Fragen in einem Template beantworten, die das Vorhaben skizzieren. Über die nur für die jeweilige Laufzeit der Ausschreibung freigeschaltete Bewerbungsplattform kannst du der Jury erklären, welches Projekt du weshalb umsetzen willst. Wir wollen keine epischen Ausführungen, sondern kurze Beschreibungen, die den Kern Deiner Idee erklären und die Verbindung zu unseren Förderschwerpunkten deutlich machen.
Falls Dein Projekt von der Jury ausgewählt wird, musst Du einen etwas längeren formalen Voll-Antrag beim Projektträger einreichen. Wir unterstützen selbstverständlich dabei! Dafür richten wir einen Antragsworkshop aus.

Wie sieht der zeitliche Ablauf aus?

Die Einreichungsphase läuft jeweils über zwei Monate. Wir geben Euch ca. acht Wochen nach Einreichungsschluss Bescheid, ob Ihr unter den Finalisten seid – bei sehr vielen Einreichungen kann es unter Umständen auch etwas länger dauern. Alle Finalist*innen bzw. eine Person pro Team laden wir zu einem Antragsworkshop nach Berlin ein. An diesem Tag erledigen wir gemeinsam den Papierkram. Förderstart für die achte Runde ist voraussichtlich der 1. September 2020. Wir laden alle geförderten Projekte zu einem Kick-Off-Workshop an diesem Tag ein. Danach habt Ihr sechs Monate Zeit, Eure Prototypen umzusetzen. Am Ende der Umsetzungsphase findet ein Demo Day statt, auf dem die Ergebnisse Eurer Arbeit vorgestellt werden.

Von wann bis wann kann ich mich bewerben?

Insgesamt wird es acht Förderrunden geben. Die Bewerbungszeiträume sind:

  1. 1. Runde: 01.08.2016–30.09.2016
  2. 2. Runde: 01.02.2017–31.03.2017
  3. 3. Runde: 01.08.2017–30.09.2017
  4. 4. Runde: 01.02.2018–31.03.2018
  5. 5. Runde: 01.08.2018–30.09.2018
  6. 6. Runde: 01.02.2019–31.03.2019
  7. 7. Runde: 01.08.2019–30.09.2019
  8. 8. Runde: 01.02.2020–31.03.2020

Kann ich mich auch mit einem bereits bestehenden Projekt bewerben?

Ja, Dein Vorhaben für den Prototype Fund sollte aber innerhalb Deines Projekts klar abgrenzbar sein und einen eigenständigen Neuheitsgrad haben, z. B. wenn Du vor hast, Dein Projekt um ein Modul zu erweitern oder zu ergänzen. In jedem Fall muss klar erkennbar sein, was in den 6 Monaten erarbeitet wird.

Wer bewertet meine Idee?

Die Projekte werden von einer Expert*innenjury evaluiert und bewertet. Die Vorstellung der Jury befindet sich hier.

Nach welchen Kriterien werden die Einreichungen bewertet?

Bei der Bewertung achtet die Jury besonders auf die folgenden Kriterien:

  • Trifft das Projekt die inhaltliche Ausrichtung des Prototype Funds und gehört es sogar dem Themenschwerpunkt der Runde an?
  • Reichweite und gesellschaftlicher Nutzen des Projekts – Wie viele Menschen profitieren von Deinem Projekt?
  • Innovationsgrad – Wie neu und spannend ist Deine Idee?
  • Realisierbarkeit – Hast Du die nötigen Skills und ist die Idee innerhalb von 6 Monaten umsetzbar?

Warum werden ausschließlich Open-Source-Projekte gefördert?

Wir sind der Überzeugung, dass Ideen, die geteilt werden, neue Anknüpfungspunkte für Projekte und Kooperationen bieten. Wir wollen gewährleisten, dass geförderte Projekte auch in Zukunft weiterentwickelt werden können.

Kann ich mich auch auf englisch bewerben?

Leider nein. Wir akzeptieren nur Einreichungen auf deutsch, da das Programm von einem deutschen Ministerium gefördert wird.

Wie setzt sich die Fördersumme zusammen und wie hängt diese mit den Gesamtarbeitsstunden zusammen?

Die Maximalfördersumme vom 47.500 € berechnet sich angelehnt an Gesamtarbeitsstunden einer Vollzeitstelle für eine Person, das heißt 950 Arbeitsstunden mit einem Stundensatz von max. 50 € für die gesamte Förderlaufzeit. Wenn der Stundensatz höher liegen soll, muss die Stundenzahl entsprechend verringert werden.
Teams benennen und bepreisen Arbeispakete, die addiert nicht den Umfang der Höchstfördersumme (s. o.) überschreiten dürfen.
Wichtig: Die angegebene Stundenzahl muss in einem angemessenen Verhältnis zur Projektidee stehen. Macht euch im Vorfeld Gedanken, wie viel Zeit ihr sinnvollerweise investieren müsst, um den vorgeschlagenen Prototypen umzusetzen. Realistische Planung des Projektumfangs zählt auch zu den Bewertungskriterien der Jury.

Die Details

Ich arbeite an meinem Projekt mit einem Team, welche Dinge muss ich beachten?

Wichtig: Alle Teammitglieder, die vom Prototype Fund gefördert werden, müssen ihren Wohnsitz in Deutschland angemeldet haben. Teams bewerben sich als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Antragsteller ist immer die GbR. Ihr benennt eine*n Projektleiter*in oder eine*n andere*n Gesellschafter*in zur Geschäftsführer*in, der oder die die GbR nach außen rechtswirksam vertritt (und z.B. dann am Antragsworkshop teilnimmt und den Antrag unterschreibt). Eine Vorlage für eine GbR erhaltet Ihr von uns, wenn Ihr zu den Finalisten gehört.
Wenn Ihr als Team gefördert werden wollt, solltet Ihr die einzelnen Bausteine des Projekts benennen und den Personen im Team zuweisen.

Unter welcher Lizenz muss die im Förderzeitraum erstellte Software veröffentlicht werden?

Die Software muss unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlich werden. Der Code muss öffentlich zugänglich sein (z.B. über ein öffentliches Github oder Bitbucket Repository). Wir empfehlen die MIT Lizenz.

Wie setzt sich die Förderung zusammen?

Jedes Projekt wird maximal 6 Monate lang mit maximal 47.500 Euro gefördert. Gefördert wird hauptsächlich Deine Arbeitszeit an dem Projekt. Der Förderbetrag entspricht immer 95% des gesamten Projektbudgets. Die verbleibenden 5% sind Dein Eigenanteil – d.h. Deine Zeit, die Du in das Projekt einfließen lässt. Du hast die Möglichkeit, über weitere Einkünfte (z.B. aus einem Arbeitsverhältnis oder aus Aufträgen) oder Rücklagen nachzuweisen, dass Du diese Zeit auch tatsächlich unentgeltlich einbringen kannst.

Wenn ich unter die Finalisten komme, wie läuft dann die Antragstellung ab?

Du musst dann einen formalen Antrag ausfüllen, wobei wir Dir helfen werden. Außerdem wird Deine Einreichung als sogenannte Vorhabenbeschreibung übernommen. Wenn Du Hinweise aus der Begutachtung bekommst, dann arbeitest Du diese noch ein. Auch für die Vorhabenbeschreibung gibt es dann eine Vorlage.
In einem zweiten Schritt musst Du weitere Nachweise vorlegen (u.a. Steuerbescheid, Erklärung zum Ausschluss einer Privatinsolvenz, sogenannte De-minimis-Bescheinigung). Genaue Hinweise dazu erhältst Du, wenn Du unter die Finalisten kommst.

Wie sind die Auszahlungsmodalitäten?

Die Auszahlung erfolgt in Raten, basierend auf geleisteter Arbeit und jeweils zu Beginn eines neuen Quartals.

Beispiel: Förderbeginn ist der 01.03.2017, dann kannst Du mit Anfang des neuen Quartals (in diesem Fall April) die anteilige Fördersumme für die erbrachte Leistung abrufen.

Was passiert nach der Projektlaufzeit?

Am Ende der 6-monatigen Projektlaufzeit laden wir alle Teams zu einem Demo-Day ein. Dieser Tag dient dazu, die Ergebnisse/Prototypen vorzustellen und Erfolge, Herausforderungen und Probleme zu besprechen. Neben allen Teams sind auch ausgewählte Gäste eingeladen. Alle Projekte werden auf unserer Website vorgestellt. Wir vernetzen Dich während der Projektlaufzeit mit Mentoren und Förderern. Als Teil des Prototype-Fund-Netzwerks bist Du auch nach der Projektlaufzeit eng mit dem Programm und anderen Teilnehmer*innen verbunden.
Neben der Veröffentlichung Deines Codes in den genannten Repositorien erstellst Du einen kurzen und allgemeinverständlichen Projektbericht, der ebenfalls veröffentlicht wird.

Bekomme ich Feedback, falls meine Idee nicht gefördert wird?

In der Bewertungsphase werden die Skizzen kommentiert; wir haben uns allerdings dazu entschieden, dieses Jury-Feedback nicht mehr weiterzureichen. Unsere Begründung findet ihr hier. Für konkrete Nachfragen und Einschätzungen aus Begleitforschungssicht könnt ihr euch nach Ende der Begutachtung dennoch an uns wenden.

Wer ist nicht antragsberechtigt?

Unternehmen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und sonstige Institutionen und Vereine sind nicht antragsberechtigt.

Kann ich mich mit demselben Projekt erneut bewerben, wenn ich im ersten Anlauf abgelehnt wurde?

Ja.

Kann ich mich mit mehreren Projekten gleichzeitig bewerben?

Ja, unter der Voraussetzung, dass Deine bzw. Eure geplanten Arbeitsstunden das zulassen.

Muss ich die Förderung versteuern?

Nein, die Förderung selbst wird nicht versteuert. Die Erfahrungswerte der Projekte besagen allerdings, dass zwar wie hier angegeben keine Umsatzsteuer, aber Einkommenssteuer in aller Regel fällig wird.

Wo finde ich die Abschlussberichte der Alumni - Projekte ?

Alle vorliegenden Projektberichte der abgeschlossenen Förderrunden findet ihr unter diesem Link. (Klick)

Deine Frage war in dieser Auswahl nicht dabei?

Dann melde Dich bitte bei uns unter: bewerbung@prototypefund.de.

Der Fragenkatalog wird laufend erweitert.

Auch den Prototype Fund selbst verstehen wir als Prototypen. Das Programm ist das erste öffentliche Förderprogramm eines Bundesministeriums, das sich gezielt an Open-Source-Entwickler*innen als Selbstständige oder Freelancer richtet. Wir sind laufend damit beschäftigt, das Programm zu verbessern und anzupassen. Nach jeder Runde nehmen wir eine Evaluation vor, für die wir Euer Feedback brauchen, um die nächste Runde noch besser gestalten zu können. Wir wollen unsere Erfahrungen teilen und Euch dabei unterstützen, eure Projekte und Vorhaben bestmöglich umzusetzen.

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