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Prototype Blog · 15.Aug 2018

4. Runde: Power to the Users

Seit Jahren nimmt der Einfluss von Interessen, die einem offenen und freien Internet widersprechen, zu. Daten von Nutzer*innen werden als Ressource gehandelt, Menschen können via der Tools, die sie nutzen, überwacht werden, und vieles spielt sich in Black Boxes ab, die sich der Kontrolle der Nutzer*innen entziehen.

Gleichzeitig entstehen aber zahlreiche Anwendungen und Tools, die sich diesem Trend widersetzen. Durch die Implementation von sicheren Protokollen werden Nutzer*innen geschützt, und indem offene Software die Kontrolle und Steuerung von Apps, Geräten und Systemen technisch ermöglicht, können Nutzer*innen selbstbestimmt Entscheidungen hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit treffen.

Offener Quellcode kann von vielen Augen gesichtet und auf Sicherheitslücken hin überprüft werden. Mithilfe von transparenten Prozessen und offenem Code wird nicht nur Vertrauen, sondern auch effektiv Sicherheit hergestellt.
Open Source als Prinzip birgt daher in unseren Augen viel Potenzial, Nutzer*innen zu stärken und das Internet hinsichtlich dieser Grundprinzipien zu verbessern: Dezentralität, Offenheit und Sicherheit.
Hier sind ein paar Beispiele für Teams und Tools, die auf unterschiedliche Weise für Sicherheit und Selbstbestimmung stehen.*

 

Digitale Werkzeuge, die die Selbstbestimmung der Nutzer*innen stärken:

Um die Sicherheit beim Surfen im Netz zu erhöhen, hat die Electronic Frontier Foundation in Zusammenarbeit mit dem Tor-Projekt die Software HTTPS Everywhere entwickelt. HTTPS Everywhere ist ein Browser-Plug-In mit dem Ziel, die Verbindungen zu Webseiten automatisch verschlüsselt anzufordern.

uBlockOrigin ist ein freies, plattformübergreifendes Webbrowser-Plug-in, dass Nutzer*innen das Filtern von Webinhalten wie Werbung ermöglicht. In der Standardinstallation sind Filterlisten zum Blockieren von Werbung, Webtracking und Webseiten mit Schadprogrammen aktiviert.

 

Tools, die Sicherheit und Vertrauen schaffen:

Jitsi ist ein Anwendung für sichere IP- und Videotelefonie sowie für Instant Messaging. Die Open-Source-Komponenten können von Dritten verwendet werden, um einfach und schnell eigene Anwendungen aufzusetzen. Rund um die Plattform gibt es eine aktive Community an Entwickler*innen und Nutzer*innen.

Schleuder ist ein Förderprojekt aus der ersten Runde des Prototype Fund. Es ist ein Tool zum Betreiben und Verwalten von verschlüsselten Mailinglisten. In der Förderrunde wurde die Nutzerfreundlichkeit verbessert, sodass es für eine breitere Gruppe an Organisationen und Personen eingesetzt werden kann.

Briar, eine verschlüsselte Peer-to-Peer Messaging-App. Das Projekt ist ein Förderprojekt der 3. Runde des Prototype Fund.

KeyPassX ist ein einfach bedienbarer Passwortmanager.

 

Open-Source-Projekte für ein offenes und freies Internet:

Mastodon ist ein dezentralisiertes Soziales Netzwerk. Bekannt wurde es als Twitter-Alternative mit starkem Code of Conduct. Tusky for Mastodon ist ein Open-Source-Client für Android.

Ooni ist eine freie Software, die dabei hilft, Online-Zensur und Manipulation von Verbindungen im Internet zu überwachen.

*Neben Projekten, die zum Themenschwerpunkt passen, sind auch Projekte aus den Bereichen Civic Tech, Data Literacy, Datensicherheit und Software-Infrastruktur aufgerufen, sich zu bewerben.

Logo: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Logo: Open Knowledge Foundation Deutschland