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Prototype Blog · 01.Nov 2017

Prototype Fund Demo Day: Die ersten Projekte zeigen ihre Arbeit

Sechs Monate lang haben die geförderten Projekte an ihren Prototypen gearbeitet. Ende August haben ihre Ergebnisse beim Demo Day vorgestellt. Das war für alle eine Premiere – die 14 Projekte sind die allerersten, die vom Prototype Fund gefördert wurden.

Das inoffizielle Motto des Demo Days war “Nobody’s perfect – let’s improve together!”

Auch Vertreter vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das den Prototype Fund fördert, und von unserem Projektträger, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), waren gekommen, um sich mit den Projekten auszutauschen.

Hier sind drei Erfahrungen aus der ersten Runde.

1. Hartnäckig bleiben

Einige Prototype-Projekte wollen Verwaltung transparenter und zugänglicher für Bürger*innen machen. Das klappt nicht immer ohne Hindernisse. Eine Zusammenarbeit wird manchmal durch ganz banale Dinge erschwert – zum Beispiel analoge Datensätze. Das berichtete das Team von FixMyBerlin, die mit ihrer Seite die Diskussion um die Fahrradpolitik der Stadt Berlin voranbringen möchten. Ihr Tipp: Nehmt euch Zeit zum Erklären und findet Personen in den Behörden, die eure Idee unterstützen.

Auch wenn man sich auf technische Systeme stützt, kann es Komplikationen geben. Ein Browserupdate hat dem Projekt SignDict zusätzliche Entwicklungsarbeit bereitet. Was in solchen Fällen hilft, ist Kompromisse einzugehen und sich nicht über Sackgassen zu ärgern. Das nächste Update, so wusste SignDict zu berichten, wird das Problem wieder beheben.

2. Open Source ist Teamwork

Zusammen kommt man weiter: Viele Projekte haben sich über den Austausch innerhalb der Prototype Fund Community gefreut.

Zusammen kommt man weiter: Viele Projekte haben sich über den Austausch innerhalb der Prototype Fund Community gefreut. Melanie von GentriMap etwa sagte, die Projekte hätten alle unterschiedliche Themen, doch ein gemeinsames Ziel: ihre technischen Fähigkeiten einzusetzen, um die Zukunft für alle mitzugestalten. Das sei sehr inspirierend.

Einige Finalist*innen haben sich außerdem weitere Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Feedback gewünscht. Das wollen wir für die nächsten Runden aufgreifen und die Vernetzung der Projekte weiter ausbauen.

3. Design matters

Design ist mehr als bloße Verpackung, das ist eine wichtige Botschaft von Ame Elliott. Sie hat die Prototype-Projekte dabei unterstützt, ihre Ideen nutzerfreundlich umzusetzen. Sie plädiert dafür, die User Experience schon früh in der Entwicklung zu bedenken.

Ihre Gespräche über spezifische Aspekte des Design haben oft zu interessanten strategischen Fragen geführt, berichtete Ame. Ein Beispiel: Wie erklärt das Team vom Schleuder ihr Projekt? Das Tool zur Verwaltung von verschlüsselten Mailinglisten ist kein Mailanbieter und keine App. Die Lösung: Schleuder ist ein kleiner Roboter, der in eurer Mailbox lebt und vertrauensvolle Kommunikation sicherstellt.

Noch mehr Förderung: Prototype Fund verlängert

Der Tag war auch für das Prototype Fund Team sehr spannend. Es ist toll, zu sehen, welche Fortschritte die Projekte innerhalb von nur sechs Monaten erzielt haben. Die Projekte konnten viele Erfolge feiern – vom gelaunchten Tool bis zum neu aufgeräumten Code.

Es freut uns sehr, dass auch wir den nächsten Schritt verkünden konnten:

Der Prototype Fund wird bis 2021 verlängert und die Förderung wird auf 47.500€ pro Projekt erhöht 🎉

Wir freuen auf noch mehr tolle Open Source Projekte! Bewerbungen können noch bis zum 30. September eingereicht werden. Dazu geht es hier entlang.

Noch mehr Eindrücke vom Demo Day hat einer der Zuschauer, Sebastian Greger, auf seinem Blog geteilt – warum ihn der Tag inspiriert hat, lest ihr hier

Logo: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Logo: Open Knowledge Foundation Deutschland