join the conversation

follow us:

Prototype Blog · 16.Aug 2017

Bewerbungstraining

Nach der ersten Bewerbungsrunde des Prototype Funds haben uns viele von Euch um Feedback gebeten. Das konnten wir oft nicht so detailliert geben, wie Ihr Euch das gewünscht habt. Uns ist jedoch aufgefallen, dass viele der Bewerbungen an den gleichen Stellen noch Potenzial haben, verfeinert und verbessert zu werden. Wir wollen Euch gerne dabei unterstützen, Einreichungen zu schreiben, die Euren tollen Ideen gerecht werden. Jetzt wo die zweite Bewerbungsrunde des Prototype Funds vor der Tür steht, wollen wir die Erkenntnisse aus der ersten Runde zusammenfassen und mit Euch teilen.

Grundsätzlich gilt: Man muss kein Antrags-Profi sein, um bei der Jury zu punkten, aber es gibt ein paar Möglichkeiten, mit wenig Aufwand eine Idee überzeugend zu vermitteln. Wie macht man es also richtig? Wir haben beispielhaft aufgezählt, was einige Bewerberinnen in unseren Augen gut gelöst haben und was sie auszeichnete.

Schnörkellos: Ihr habt Eure Ideen in einer klaren, kurzen Skizze zusammengefasst und verzichtet auf Reimschema und Versmaß. Der Prototype Fund will es Euch einfach machen, Funding zu beantragen, und wir freuen uns, wenn Ihr es der Jury einfach macht, Eure Ideen zu lesen.

Aktiv: Euer Github- oder Bitbucket-Account hat schon mehr Aktivität als der des Prototype Funds. Das finden wir gut und geloben, uns an Euch ein Beispiel zu nehmen.

Themenbezogen: Euer Projekt fällt in einen der vier Themenschwerpunkte: Civic Tech, Data Literacy, Datensicherheit und Software-Infrastruktur. Zum Thema Civic Tech haben wir auch eine kleine Reihe an Blog Posts veröffentlicht.

Konkret: Ihr erzählt klipp und klar, welches Problems Ihr Euch annehmen wollt. Oft waren das aktuelle Probleme oder Themen, die viele Menschen betreffen. Einige haben sogar Artikel und Blogposts verlinkt, die das Problem und Eure Annahmen dazu belegen. Es ist sehr hilfreich zu wissen, worauf ihr Euch stützt bzw. worauf bestimmte Annahmen beruhen – deshalb gerne mehr Verweise an dieser Stelle!

Lösungsorientiert: Natürlich hattet Ihr Lösungen für diese Probleme im Kopf. Hilfreich für uns waren die, bei denen Ihr auch deutlich gemacht habt, mit welchen technischen Mitteln Ihr sie lösen wollt.

Rechtlich einwandfrei: Diejenigen unter Euch, die mit bestehenden Datensätzen arbeiten wollen, haben erklärt, woher sie diese Daten bekommen, und dass sie diese auch nutzen dürfen.

Realistisch: Ihr habt wirklich überlegt, wie lange Ihr innerhalb von sechs Monaten am Projekt arbeiten werdet, und die Arbeitsstunden kalkuliert. Zum Glück habt ihr noch einmal nachgerechnet, statt einfach 23 Trillionen Stunden aufzuschreiben! Bitte denkt auch daran, dass nur maximal 10 Arbeitsstunden pro Tag veranschlagt werden dürfen

Vorausschauend: Im Zeitplan des Projekts zeigt Ihr, welche Arbeitsschritte Ihr in den sechs Monaten erledigen wollt, und wie viel Zeit Ihr dafür ca. einplant. Es geht hier nicht um Details, sondern um eine plausible Einschätzung der Meilensteine und nächsten Schritte.

Vier-Augen-Prinzip: Gut, dass Ihr eure Bewerbungen nochmal Dritten vorgelegt habt. Auf diese Art und Weise konntet Ihr eure Bewerbung verbessern und Rechtschreibfehler vermeiden 😉

 

Wir wünschen Euch gutes Gelingen für die zweite Bewerbungsrunde!

Logo: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Logo: Open Knowledge Foundation Deutschland